Grenzen


Länder haben Grenzen
im Atlas farblich unterschieden
in fein gestrichelten Kränzen
geben uns die Illusion des Frieden.

Grenzen wandern in Jahrzehnten
ändern ihre Form;
was heute Heimat war, was Menschen sich ersehnten.
wird morgen Neusiedler’s unbekannte Norm
verbraucht die Zeit, in Liedern sie wie Heimat klang.
ihre Kinder machen Pläne
Zukunft und Jetzt macht sie nicht bang.
nur die Alten trocknen ihre Träne.

Grenzen bestimmt von Kriegen
entwurzeln, machen heimatlos
Menschen wollen sich nicht biegen
ihre Seelen nackt und bloss
besinnen sich auf das, was blieb:
der grenzenlose Sieg des Geistes
unaufhaltsam des Menschen bester Trieb
mächtig im endlosen Raum, so verheisst es.
©dodo

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Einklang

yvonneoldcardis


Atemzuege fallen in die Stille
ein tiefer Seufzer verklingt
sinnlich umfasst der Traum
die suesse Ahnung vom
gleiten in die Ewigkeit.
©dodo
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Harmony

yvonneoldcardis


Harmony
Breath is sinking into silence
while a deep sigh is fading away.
The sweet feeling of gliding into eternity
embraces sensually their dream.
©dodo
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Von der Wahrheit

undurchsichtig101a
Undurchsichtig


Wer kennt sie, kannte sie irgendwann,
vergass sie, das Leben verlangt Deckung.
Der Kinderreim, “wer einmal nicht die Wahrheit spricht…”, zerrann,
bunt scheint durch des Alltags Licht die Brechung,
Diamanten gleich werden Worte schön geschliffen
wer hat die Zeit, sie zu ergruenden,
zerschellen sie doch in dunstiger Gischt auf des Lebens Riffen
Wortgespinste, die in Suenden muenden.
Im Traum kam die Erinnerung, “dem glaubt man nicht,
und wenn er auch die Wahrheit spricht”.
©dodo

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Stille

sini
Stille
Vor mir der Wald
schneebedeckt schluckt er jeden Schall
Fruehling kommts Du bald
mit Vogelruf, während Kinder spielen mit dem Ball
Noch knirscht der Schnee unter meinen Fuessen
Winterwind weht, mein Gesicht wird kalt
Spitzmäuse naschen unterm Schnee von Beeren, den suessen
von weit her unsichtbar ein Hund bellt hell
jagt wohl ohne Herrn, Spurlaut verrät seinen Weg
Herrchens Pfeife schallt im Wald ganz grässlich grell
Vorbei die Minuten der Stille, zurueck zum Leben auf schmalem Steg
vorn gruesst schon die wohlbekannte Stimme
freudig kehre ich zurueck aus meiner Stille, bleibt sie mir doch fuer morgen
der kleine Berg, den ich erklimme
bringt mich zu ihr nach Hause, ganz ohne Sorgen.
©dodo
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Gedankenfreiheit


Ich schicke meine Seele auf Reisen
zu lange sperrte sie meinen Geist in ein engstirniges Geflecht
Lebensgewohnheiten, Vorurteile, Verbote kastrierten mein Denken
Dunkelheit strebt zum Licht, wo Freiheit auf Gedanken wartet
muehsam dringe ich in unbekannte Weiten, wo sich Geist und Seele vermaehlen
Wohin werde ich kommen, denke immer weiter, kein Ende ist in Sicht
Hinderlich ist das Korsett der Konventionen. Ich muss es ablegen,
will trotzdem niemanden verletzen.
Meine Seele reist durch das Universum allen Geistes. Ich bin frei.
© dodo
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Swingboat

schiffsschaukela

Swingboat of my feelings
once up, once deep down
the blue sky so far
green leaves so high and near
wind tumbles my hair
buzzing in ears
downwards towards the planks
gray of endless footsteps
clinching the cold bars
the gondola is flying backwards up again
blind from speed I’m feeling the draft
enjoy the moment of standstill on the peak
before the dark depth will come again
wait for rising once more up to happiness
want only reach the blue sky.
© dodo
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